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Hansesprache

Eines der nominierten Dokumente: Prachtvoller Privilegienbrief des englischen Königs Eduard VI. für die hansischen Kaufleute (AHL, 7.1-3.1 Anglicana 275) Copyright Hansestadt Lübeck
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Bild: Eines der nominierten Dokumente: Prachtvoller Privilegienbrief des englischen Königs Eduard VI. für die hansischen Kaufleute (AHL, 7.1-3.1 Anglicana 275)
The extent of the Hansa - Fran ANAYA - Sprachwissenschaftler

Unter Hansesprache versteht man die mittelniederdeutsche Verkehrssprache, die etwa vom 12. oder 13. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, also zur Zeit der Hanse, im Nord- und Ostseeraum als überregionales Verständigungsmittel diente. Sie war vor allem als Handelssprache, Rechtssprache, Sprache der Diplomatie und Literatursprache von Bedeutung. Robert Peters stellt fest, dass die „Lübecker Ausgleichssprache“, wie er sie nennt, „eine über den Mundarten liegende gesprochene Verkehrssprache“ war, deren Wortschatz nur wenig von den umgebenden skandinavischen und ostseeslawischen Sprachen und dem Russischen geprägt war, wobei dessen Gebrauch sich auch noch teilweise auf die entsprechenden Hanseniederlassungen, etwa in Bergen oder Nowgorod, beschränkte.

HANSESPRACHE (HOCHDEUTSCH)

Plattdeutsch war noch nie eine einheitliche Sprache. Sie ist eher eine Sammlung von vielen Varianten, bzw. Dialekten. Diese Varianten haben im Mittelalter Wirkung gezeigt und sogar auf andere Sprachen gewirkt.

Lübeck & die deutsche Sprache

Lübeck ist im Spätmittelalter mit 25.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Deutschen Reiches und Zentrum des Fernhandels. Heringe und Stockfische aus dem Norden werden hier umgeschlagen, Getreide, Bernstein und Pelze aus dem Osten, Salz aus Lüneburg und Tuche aus dem Westen. Die Kaufleute aus dem ganzen Reich sprechen verschiedenste Dialekte, müssen sich untereinander verständigen: auf den Handelsfahrten nach Bergen, Schonen und Nowgorod, mit ihren Kunden in der Ferne. Mit der wachsenden Macht der „Hanse“ setzt sich die Sprache der Kaufleute durch: das „Mittelniederdeutsch“. 2.000 Kaufleute in 200 Städten bilden ein modernes Netzwerk, basierend auf Vertrauen und der gemeinsamen Sprache. In Lüneburg, Bremen, Hamburg und anderen Hanse-Häfen schleppen Träger tausendfach Waren in genormten Fässern und Säcken. Kräne beladen die Koggen mit bis zu 200 Tonnen Last. Mehr als 1.000 Segelschiffe sind auf Nord- und Ostsee unterwegs – die „Container-Schiffe des Spät-Mittelalters“. Information wird zur Ware, ein neues Medium, der „Kaufmannsbrief“, bringt dem Insider alles über Nachfrage, Preise und moderne Moden aus der Ferne innerhalb weniger Tage in die heimische Schreibstube. Voraussetzung für möglichst reibungslose Geschäfte: Absender und Empfänger sprechen eine Sprache. Lübeck ist die Spinne im Netz, wird immer mächtiger. Hier, im Schmelztiegel des Deutschen Reiches, vermischen sich die Dialekte – auch das Schreiben geschieht zunehmend nach Lübecks Vorbild. Die Kaufleute sitzen auf ihren Kontoren und können trotzdem auf mehreren Märkten gleichzeitig Handel treiben.

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