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Portolan-Atlas des Battista Agnese

Portolan Atlas of Battista Agnese

Einer der frühesten und gleichzeitig hochwertigsten Atlanten der Weltgeschichte wurde um das Jahr 1540 in Venedig hergestellt. Es handelt sich dabei um den Portolan-Atlas des Battista Agnese. Der Wissenschaftler und hochtalentierte Künstler erstellte seinen Atlas anhand modernster kartographischer Informationen, er berief sich dabei beispielsweise auf die Erkenntnisse des Weltumseglers Ferdinand Magellan. Neben unfassbar detailreichen geographischen Ausführungen besticht der Portolan-Atlas durch seinen reizenden, prunkvollen Bilderschmuck.

Der Portolan-Atlas des Battista Agnese

Im 16. Jahrhundert war Venedig eine wahre Hochburg der Geographie und Kartographie. Einige der genauesten und modernsten Karten jener Zeit wurden in Venedig hergestellt. Das beste und wertvollste Beispiel hierfür stellt der Portolan-Atlas des Battista Agnese dar. Das kostbare geographische Werk umfasst 30 Seiten mit luxuriös verzierte Darstellungen der Erde und einzelner Erdregionen. Zusätzlich beinhaltet der Atlas eine Tafel der Sonnendeklination und eine Armillarsphäre, einen Zodiak-Kalender sowie zwei Textseiten mit astronomischen und kosmographischen Angaben. Das aufwendig gestaltete, kostbare Werk gilt als eine der detailliertesten und künstlerisch wertvollsten Kartensammlungen der Renaissance.

Der Künstler und Wissenschaftler Battista Agnese

Battista Agnese war ein Kartograph aus der Republik Genau und lebte von Anfang bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Agnese war der leitende Geograph einer florierenden Kartographiewerkstatt in Venedig. Zusammen mit seinen Mitarbeitern erstellte er zwischen 1534 und 1564 mindestens 71 Atlanten und Seekarten, die allesamt von ausgesprochen hoher Qualität waren und ausschließlich von wohlhabenden Käufern erstanden wurden. Eine Arbeit des venezianischen Meisters wurde von Karl V. für seinen Sohn Philipp II. in Auftrag gegeben. Ageneses Portolan-Atlas von 1546 entstand in einer Auflage von etwa 30 handsignierten Werken. Er repräsentiert die damals aktuellen Kenntnisse der Erdkunde und gilt als eines der frühesten Kartenwerke der Weltgeschichte. Der wunderschön dekorierte Atlas diente wohl nicht zur Navigation auf Reisen, sondern wurde zum Studium der Geographie in den wohlhabenden Häusern der Renaissance genutzt.

Wissenschaft und Mythologie vereint

Agnese stellte in seinem Atlas die Erde durch eine Gesamtkarte in ovaler Projektion dar, welche die Route der Weltumsegelung des Magellan zeigt. Damit orientierte er sich an den neuesten geographischen Erkenntnissen seiner Zeit. 13 Karten des Atlas beweisen die moderne und wissenschaftlich fundierte Arbeit des Künstlers auf besondere Weise. Die Karte der Neuen Welt mit Kalifornien und dem Pazifischen Ozean, die Karte des Atlantischen Ozeans mit Afrika und Teilen Europas, die Karte des Indischen Ozeans und die Europakarte sind nur einige wenige Beispiele für das darstellerische Talent und die umfassenden geographischen Kenntnisse des Meisters. Besonders bezaubernd ist auch der Bilderschmuck der luxuriösen Karten. Farbenfrohe, leuchtende Darstellungen mit prunkvollem Goldschmuck verzieren die Seiten des Atlas. Drei fantasievolle Bildnisse aus der griechisch-römischen Mythologie verleihen dem Atlas einen unvergleichlichen Reiz. Die Szenen zeigen die bekannten mythologischen Erzählungen von der Reise Jasons und der Argonauten, vom Sturm, Aeneas auf seiner Flucht nach Karthago treibt und vom Gott Atlas, der den Globus auf seinen Schultern trägt.

Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 1886

Agnese, Battista

Portolan-Atlas

Venedig, 1542

Portolan-Atlas des Battista Agnese (Universität zu Heidelberg)

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